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Bühnenbildnerei, Kostüme und Szenenentwürfe |
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(dma.) - Die Kunst von Christian Hess hat auch das Theater erobert, unter verschiedenen Formen, von der Bühnenbildnerei zur Regie, von den Kostümen zu den Marionetten von ihm persönlich geschnitzt. Seine Aktivitätsbandbreite kannte keine Grenzen betrachtet man sein angewandtes Talent, schon in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts, in Bereichen wie der Mode, in der er als Stilist tätig war, den der Werbung als Werbegrafiker um weitere ökonomische und produktive Aktivitäten voranzutreiben. Hinzu kommt die Fähigkeit von Hess, die verschiedensten künstlerischen Bereiche in einem methodischen und kulturellen Zusammenhang zu sehen und zwar so sehr, dass er Bildhauerei, Malerei und Architektur in Verbindung mit Musik, Kino und Theater sah.
Nach
reichlicher Überlegung rief er in München, im Herbst 1933, eine Bewegung
von Malern, Bildhauern und Architekten zu einer Zusammenarbeit zwischen
diesen drei Gruppen auf. Die Anregung
zu dieser Idee kam von der Bewegung und wurde von der Kritik
unterstützt, die Realisierung folgte sehr viel später. Der Auftakt der
Karriere als Bühnenbildner, lässt sich auf den Sommer 1932,
zurückführen, das ist zumindest einem Brief an seine Schwester Emma zu
entnehmen. “Für den Moment zeichne und male ich Bühnenbilder für ein
Drama von Max
Halbe
“Der Strom”, (1904) ohne Bezahlung, da
es zu Gunsten arbeitsloser Künstler gemacht wird. Ein kurioses Schicksal
verbindet Hess mit dem deutschen Schriftsteller, Exponent des
Naturalistischen Theaters. Hess stirbt im Alter von 48 Jahren im
Krankenhaus von Schwaz, am 26.November 1944, in Folge der Verletzungen,
die er nach einem Flugzeugangriff auf Innsbruck davongetragen hat, Max
Halbe stirbt 4 Tage später in Neuöttingen, in Bayern, mit 79 Jahren an
Altersschwäche.
Nicht nur in
Deutschland, sondern auch in der Schweiz arbeitete Hess für das Theater,
wo er sich um das Bühnenbild, die Kostüme und die Regie kümmerte. Diese
Art von Zusammenarbeit übte er gemeinsam mit seiner Frau, Cecile Faesy,
Autorin von Märchen und Erzählungen, die sich an Themen der Mythologie
und der Fantasie anlehnten, aus. Im Sommer 1934, gleich nach ihrer
Hochzeit, verlassen die beiden Sizilien und gehen in die Schweiz nach
Luzern, wo sie in der Himmelrichstrasse, in einer Wohnung, des Hauses
Nr.7 wohnen, die Wohnung gehört dem Vater von ihr. Hier rufen sie das
“Atelier Hess-Faesy” ins Leben, dass vor allem den Bühnenarbeiten der
“Der Laiengruppe des Theaters” dienen soll. Aus dieser Zeit stammt ein
Brief, der seine Schwester Emma darüber informiert, dass er damit
beauftragt worden ist 20 Marionetten für das “Kasper Theater”, zu
schnitzen und das er für jede von ihnen 5 Franken erhält. Leider nimmt
die Aktivität aufgrund der politischen Situation, die immer
unerträglicher wird, mit der Zeit immer mehr ab. Die Deutschen sind,
nach einer Erklärung von Hermann Göring, der die Konföderation
beschuldigt, “sich verkauft zu haben” oder auch “jüdisch” zu sein und
deren Zeitungen in Deutschland verbietet, nicht gern gesehen. Eines
Morgens entdecken Hess und Cecile ein Hackenkreuz unter dem Fenster
ihres Hauses. Und sie glauben an eine bedrohliche Vorwarnung, da beide
deutsche Staatsbürger sind,( Cecile durch die Ehe mit Hess). Sie
entscheiden daraufhin nach Sizilien zurückzukehren, auch weil man ihnen
die Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert hätte. Der Umzug mit allen
Möbeln erfolgt im Mai 1935, wenige Monate später lässt sich Cecile von
dem Maler scheiden, um ihre Staatsangehörigkeit wiederzuerlangen und
kehrt in die Schweiz zurück. Aus der Zeit in Luzern werden hier einige Entwürfe von Bühnenbildern, Skizzen von Puppen und Personen in Kostümen, wiedergegeben. Einige werden als Eigentum des “Atelier Hess-Faesy”, angegeben.. |
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