Galerie - Bühnenbildner

it de en

Bühnenbildnerei, Kostüme und Szenenentwürfe

Entwürfe für bayrische Kostüme
(München 1929) Wasserfarbenbleistiftzeichnung auf Karton cm. 24 x 22

(dma.) - Die Kunst von Christian Hess hat auch das Theater erobert, unter verschiedenen Formen, von der Bühnenbildnerei zur Regie, von den Kostümen zu den Marionetten von ihm persönlich geschnitzt. Seine Aktivitätsbandbreite kannte keine Grenzen betrachtet man sein angewandtes Talent, schon in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts, in Bereichen wie der Mode, in der er als Stilist tätig war, den der Werbung als Werbegrafiker um weitere ökonomische und produktive Aktivitäten voranzutreiben. Hinzu kommt die Fähigkeit von Hess, die verschiedensten künstlerischen Bereiche in einem methodischen und kulturellen Zusammenhang zu sehen und zwar so sehr, dass er Bildhauerei, Malerei und Architektur in Verbindung mit Musik, Kino und Theater sah.

Figuren auf der Bühne- (Monaco 1929)

Nach reichlicher Überlegung rief er in München, im Herbst 1933, eine Bewegung von Malern, Bildhauern und Architekten zu einer Zusammenarbeit zwischen diesen drei Gruppen auf.
In der gleichnamigen Ausstellung, “Bildhauer-Maler-Architekt”, stellt Hess die Kartons der Fresken für ein

“Ton-Film-Theater”  in Breslau.

Die Anregung zu dieser Idee kam von der Bewegung und wurde von der Kritik unterstützt, die Realisierung folgte sehr viel später. Der Auftakt der Karriere als Bühnenbildner, lässt sich auf den Sommer 1932, zurückführen, das ist zumindest einem Brief an seine Schwester Emma zu entnehmen. “Für den Moment zeichne und male ich Bühnenbilder für ein Drama von   Max Halbe  “Der Strom”, (1904) ohne Bezahlung, da es zu Gunsten arbeitsloser Künstler gemacht wird. Ein kurioses Schicksal verbindet Hess mit dem deutschen Schriftsteller, Exponent des Naturalistischen Theaters. Hess stirbt im Alter von 48 Jahren im Krankenhaus von Schwaz, am 26.November 1944, in Folge der Verletzungen, die er nach einem Flugzeugangriff auf Innsbruck davongetragen hat, Max Halbe stirbt 4 Tage später in Neuöttingen, in Bayern, mit 79 Jahren an Altersschwäche.
 

Luzern 1934 – Innenraum des Ateliers von Hess. Bühnenbildpaneel mit mythologischem Thema
 (Meter 2 x 1,50).Unten links die Holzskulptur von Christus 

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz arbeitete Hess für das Theater, wo er sich um das Bühnenbild, die Kostüme und die Regie kümmerte. Diese Art von Zusammenarbeit übte er gemeinsam mit seiner Frau, Cecile Faesy, Autorin von Märchen und Erzählungen, die sich an Themen der Mythologie und der Fantasie anlehnten, aus. Im Sommer 1934, gleich nach ihrer Hochzeit, verlassen die beiden Sizilien und gehen in die Schweiz nach Luzern, wo sie in der Himmelrichstrasse, in einer Wohnung, des Hauses Nr.7 wohnen, die Wohnung gehört dem Vater von ihr. Hier rufen sie das “Atelier Hess-Faesy” ins Leben, dass vor allem den Bühnenarbeiten der “Der Laiengruppe des Theaters” dienen soll. Aus dieser Zeit stammt ein Brief, der seine Schwester Emma darüber informiert, dass er damit beauftragt worden ist 20 Marionetten für das “Kasper Theater”, zu schnitzen und das er für jede von ihnen 5 Franken erhält. Leider nimmt die Aktivität aufgrund der politischen Situation, die immer unerträglicher wird, mit der Zeit immer mehr ab. Die Deutschen sind, nach einer Erklärung von Hermann Göring, der die Konföderation beschuldigt, “sich verkauft zu haben” oder auch “jüdisch” zu sein und deren Zeitungen in Deutschland verbietet, nicht gern gesehen.
Demzufolge werden auch die Deutschen Zeitungen in der Schweiz verboten und die Ausstrahlung aller Radiosendungen in deutscher Sprache werden unterbrochen.

Eines Morgens entdecken Hess und Cecile ein Hackenkreuz unter dem Fenster ihres Hauses. Und sie glauben an eine bedrohliche Vorwarnung, da beide deutsche Staatsbürger sind,( Cecile durch die Ehe mit Hess). Sie entscheiden daraufhin nach Sizilien zurückzukehren, auch weil man ihnen die Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert hätte. Der Umzug mit allen Möbeln erfolgt im Mai 1935, wenige Monate später lässt sich Cecile von dem Maler scheiden, um ihre Staatsangehörigkeit wiederzuerlangen und kehrt in die Schweiz zurück.
 

Aus der Zeit in Luzern werden hier einige Entwürfe von Bühnenbildern, Skizzen von Puppen und Personen in Kostümen, wiedergegeben. Einige werden als Eigentum des  “Atelier Hess-Faesy”, angegeben..

 


Entwurf eines Bühnenbildes (Luzern 1934) Wasserfarben und Bleistift cm 14 x 30

   


Entwürfe für das Puppentheater :
 Der Teufel und der Dumme des Dorfes (Luzern 1934)
Wasserfarben auf Karton cm. 24,5 x 35


Entwürfe für das Puppentheater :
Der Junge Mann, der Tod und der alte Mann
(Luzern 1934) Wasserfarben auf Karton cm. 24,5 x 35
(unten rechts in der Ecke beschädigt )

   


Masken (Lucerna 1934)
Bleistift wasserfarblich auf Papier cm. 22 x 16,5


Entwürfe von Darstellern im Bühnenkostüm
(Königin, Prinzessin, Dienerin und Diener)
Wasserfarben und Bleistift Lapis cm. 28 x 38
(Luzern 1934) - Oben liest man:
Eigentum Atelier Hess-Faesy

   

Bühnenbild für eine Tragödie  (Luzern 1934) – Bleistif auf Karton cm. 24,5 x 33,5

     


Bühnenbild für eine mythologische Szene
 Bleistift auf Karton cm 21 x 29,8. Danebem zwei Skizzen
die sich auf der Rückseite befanden


Maschere - cm 14,5 x 21

Maschera - cm 14,5 x 19,5